Thailandreise TEIL 2 – unsere Route

Willkommen zu Teil 2 meiner Thailandreise! Falls ihr Teil 1 noch nicht gelesen habt, dann kommt ihr hier zu dem Artikel. In dem habe ich nämlich die ganzen Basics und meine allgemeinen Tipps und Empfehlungen für eine Thailandreise zusammengefasst; von dem Kauf der besten SIM-Karte, den Abhebegebühren beim Geldautomaten sparen bis hin zu den verschiedenen Verkehrsmitteln, ob ich im Nachhinein nochmal mit einem Nachtzug fahren würde usw. ist alles dabei 🙂 Falls noch irgendwelche Fragen offen sind, an die ich einfach nicht gedacht habe, dann könnt ihr mir die gerne stellen 🙂

In diesem Teil gehe ich auf unsere Route ein, welche Orte uns am besten gefallen haben und was wir im Nachhinein anders gemacht hätten.

 

ungeschriebenes Gesetz in Thailand: mit jeder Palme, die so quer wächst, ein Foto machen 😀

 

Zu aller erst ein paar Eckdaten:

  • wir waren 2 1/2 Wochen in Thailand
  • 4. – 21. September, also quasi zur Regenzeit
  • aufgrund der Regenzeit mussten wir unsere Route anpassen, weil in den verschiedenen Bereichen die Regenwahrscheinlichkeit unterschiedlich aussieht (–>Phuket, Krabi usw. hat zB die größte Regenwahrscheinlichkeit in ganz Thailand im September und die National Parks sind dort in der Zeit teilweise geschlossen, sodass wir diese Gegend von vornherein aus unserer Route ausgeschlossen haben, deshalb WICHTIG: recherchiert vorher wie es mit der Regenzeit aussieht!)
  • wir waren vorher noch nie in Thailand
  • wir sind noch nie zuvor Roller gefahren und haben es deshalb auch nie in Thailand gemacht
  • wir waren uns einig, dass wir keine Luxusunterkünfte brauchen und da lieber etwas Geld sparen (WICHTIG: klärt vorher mit eurem Travelpartner ab, worauf ihr euren Schwerpunkt legt, was ihr sehen und machen wollt, was euch wichtig ist, wie das Budget aussieht etc.; wenn das nicht miteinander harmoniert, solltet ihr besser nicht zusammen reisen, da es sonst zu viele Streitpunkte geben wird)
  • insgesamt habe ich 1.122 € ausgegeben (falls ich nicht irgendwelche Kosten übersehen habe)

 

4. September – Bangkok

9.00 Uhr morgens. Bereits 30 Grad. Mein erster Gedanke: wie sollen wir diese Hitze nur aushalten? 

 

Als wir in Bangkok nach einem 12h Flug endlich angekommen sind und es um 9 Uhr morgens bereits 30 Grad waren, wollten wir nur noch eins: uns frisch machen und uns umziehen!

Das ‚Problem‘: wir hatten für den Tag keine Unterkunft, weil wir mit dem Nachtzug direkt weiter nach Chiang Mai fahren wollten und mussten deshalb irgendwo unser Gepäck unterbringen, damit wir uns Bangkok noch den restlichen Tag in Ruhe angucken konnten. Letztendlich war das alles dann doch kein Problem, wir konnten unseren Rucksack einfach für jeweils 10 Baht für den gesamten Tag in einem Hotel abstellen.

Rucksack untergebracht, frisch gemacht und mit kurzen, luftigen Klamotten ging es dann weiter. Wir hatten uns ein paar feste Punkte notiert, die wir an dem Tag auf jeden Fall schaffen wollten (Tempel besichtigen etc) und ansonsten haben wir uns einfach treiben lassen. So entdeckt man per Zufall einfach ganz andere Sachen, die man   sich so vielleicht gar nicht auf die To-do-List geschrieben hätte 🙂

Fazit vom 1. Tag in Bangkok:

Vielleicht lag es daran, dass Thailand kulturell so ein krasser Unterschied zu Deutschland ist und wir uns erstmal daran gewöhnen mussten, aber Bangkok hat uns erst gar nicht gefallen. Es war schmutzig, alle paar Minuten kam uns ein richtig ekliger Geruch entgegen, man wurde 1000000x von irgendwelchen Menschen angesprochen, die einem etwas andrehen wollten und es war einfach viel zu viel Verkehr! Wir waren wirklich froh, dass wir nicht länger in Bangkok bleiben brauchten, sondern schon den Nachtzug gebucht hatten und unsere Route weiterging.

 

5. – 9. September, Chiang Mai

Mit dem Nachtzug ging es also weiter nach Chiang Mai. Der Zug war anfangs schlimmer als alles, was ich bei meinem gesamten Work and Travel Aufenthalt in Australien erlebt habe (und das hat was zu bedeuten:D). Aber nach dem ersten Schock ging es dann eigentlich und wir sind gut und sogar früher als vorausgesagt in Chiang Mai angekommen. (Mein Fazit über die Nachtzüge in Thailand findet ihr in meinem anderen Blogpost)

In Chiang Mai hatten wir eine simple, aber gute und zentrale Unterkunft mit eigenem Kühlschrank und Badezimmer gebucht („Kamala Boutique Guesthouse“), mit der wir wirklich sehr zufrieden waren, außer dass das Bett hart wie Stein war 😀

GANZ WICHTIG: ein eigener Kühlschrank! Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie sehr man sich über ein kaltes Wasser (am besten noch mit Magnesium) freut!

 

Am ersten Tag haben wir die Stadt erkundet und Touren für die nächsten Tage gebucht.

Ein Tipp: guckt euch zuerst einige verschiedene Angebote für Touren an, geht in verschiedene Büros und lasst euch da beraten! Vergleicht Preise und handelt sie dann weiter runter (auf Koh Phangan ist verhandeln grundsätzlich nicht möglich, aber in Bangkok und Chiang Mai schon und wird quasi vorausgesetzt)

 

In Chiang Mai haben wir 2 Touren gebucht: Eine Tour in ein Elefanten Camp + White Water Rafting + Besuch in der PoopooPaper Farm und einmal eine Tour in den Doi Inthanon National Park + Hiking + Rice Fields + Market.

Es gibt wirklich ein dutzend Touren, die sich teilweise überschneiden, aber teilweise auch etwas anderes anbieten. Schaut einfach, was euch interessiert, was ihr machen und sehen wollt und schon findet ihr die richtige Tour für euch.

Bei der Elefanten Tour war uns z.B wichtig, dass kein Elefantenreiten angeboten wird, weil wir solche Camps nicht unterstützen wollten. Wir wollten lediglich mit den Elefanten „baden“ und sie füttern. Genauso wollten wir bei der Tour in den Doi Inthanon National Park nicht in das Karen-Village zu den „Langhalsfrauen“, weil wir diese Kultur für sehr gesundheitsschädlich empfinden und die jungen Mädchen/Frauen wie Tiere im Zoo behandelt werden und wir das ebenfalls auf keinen Fall unterstützen wollten. Die Touren, die für uns nicht in Frage kamen, haben wir also herausgefiltert und somit die Auswahl begrenzt.

Leider habe ich die Prospekte nicht abfotografiert, aber wir waren wirklich super happy und zufrieden mit unseren Touren, für die wir uns dann letztendlich entschieden haben. Unsere Tourguides waren beide Male super lustig drauf, wir haben richtig viel erlebt und hatten wirklich tolle Tage! Ich kann euch generell sowohl die Tour in ein Elefantencamp als auch in den Doi Inthanon wirklich empfehlen. Der Wasserfall im Doi Inthanon war einfach atemberaubend schön! Generell waren das die schönsten Wasserfälle, die wir in unserem ganzen Thailandaufenthalt gesehen haben und deshalb sollte man die sich wirklich nicht entgehen lassen! (Kleiner Hinweis: Elefanten riechen überraschend streng 😀 aber das ist einem in dem Augenblick dann auch egal :D)

 

Zuerst haben wir den Elefanten gefüttert..

 

und danach waren wir mit ihm „baden“

 

Am letzten Tag haben wir noch eine eigene Tour zum Doi Su Teph gemacht. Es heißt, wenn man den nicht gesehen hat, dann war man nie richtig in Chiang Mai 😀 Ob wir dem zustimmen, ist eine andere Frage, aber der Ausflug war trotzdem gut! Auf dem Weg dorthin haben wir übrigens das Dessert aus dem 24hrs Wake Up gesehen, von dem ich auf Instagram schon so geschwärmt habe, entdeckt. Allein deshalb hat es sich schon gelohnt 😀

Mango Trio (im anderen Blogpost könnt ihr mehr dazu lesen, was genau das war, aber ich kann euch jetzt schon einmal sagen wie unglaublich lecker es war!)

 

Fazit zu Chiang Mai:

Chiang Mai hat uns wirklich sooo gut gefallen -viel besser als Bangkok.. Es herrschte zwar immer noch viel Verkehr (wenn auch kein Vergleich zu Bangkok), aber die Stadt an sich hat uns einfach viel besser gefallen! Es gab mitten in der Stadt richtig schöne Grünanlagen, Gärten usw. und der innere Stadtkern war von einem Fluss mit ganz vielen Springbrunnen, die abends richtig schön beleuchtet waren, umgrenzt, sodass man das Gefühl hatte der Hektik und dem ganzen Verkehr für einen Moment zu „entkommen“. Außerdem sind in der Nähe einige National Parks, für die man Touren buchen kann (wie zB die Tour in das Elefanten Camp oder in den Doi Inthanon) und die man sich wirklich nicht entgehen lassen sollte!

Also: Chiang Mai ist absolut zu empfehlen und solltet ihr wirklich in eurer Route einplanen 🙂

Der Fluss mit den Springbrunnen, der den inneren Stadtkern umgrenzt hat

 

10. – 11. September, Ao Khanom
Nach 4 wundervollen Tagen in Chiang Mai ging es dann mit dem Flugzeug weiter nach Surat Thani, von wo aus wir direkt weiter nach Ao Khanom gereist sind. Dort gibt es nämlich „rosa“ Delfine, die wir unbedingt sehen wollten.

 

Den ersten Tag hatten wir genutzt, um am Strand zu entspannen. Die Tage in Chiang Mai waren wirklich super voll gepackt mit tausend Eindrücken und ganz viel Sightseeing, sodass wir uns auf einen ruhigen Strandtag gefreut haben. Das Wetter war auch wirklich perfekt, wahrscheinlich ZU perfekt, sodass es am nächsten Tag dann ordentlich gewittert hat und uns somit einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Durch das Unwetter sind die Boote nicht zu der Bucht mit den Delfinen gefahren und da die Delfine nur morgens und abends zu sehen sind und wir bereits unsere Weiterreise + nächste Unterkunft gebucht hatten, konnten wir leider nicht warten und hoffen, dass am nächsten Tag besseres Wetter ist. Anfangs waren wir schon etwas traurig darüber, weil wir uns auf die rosa Delfine gefreut hatten und es ein „Muss“ auf unserer To-Do-Liste war, aber das Wetter kann man nun mal nicht ändern und wir mussten es so hinnehmen. Im Nachhinein hat es sich als gut herausgestellt, dass wir nicht alles auf den Kopf geworfen haben, um die Delfine am nächsten Tag zu sehen. Auf unserer Reise von Chiang Mai nach Ao Khanom haben wir nämlich 2 Jungs und 2 Mädels kennengelernt, die auch unbedingt die Delfine sehen wollten und deshalb noch einen Tag länger geblieben sind als wir und sie haben uns Fotos von den „rosa“ Delfinen geschickt.

Dass sie rosa sein sollen, kann man beim besten Willen nicht sehen, sodass wir nichts verpasst haben 🙂

 

Mein Fazit zu Khanom:

Der Strand war wirklich wunder wunder wunderschön, aber ansonsten gibt es wirklich REIN GAR NICHTS in diesem Ort und die „rosa“ Delfine waren ja auch eher enttäuschend (die sind ja Nichtmals rosa :D). Für den Strand allein muss man wirklich nicht dorthin reisen, auf den Golfinseln gibt es schließlich genug schöne Strände, für die es sich dann mehr lohnt!

Falls sich doch irgendjemand mal nach Khanom verirren sollte, dann kann ich euch das „Happy Resort“ empfehlen. Die Unterkunft ist vielleicht nicht so erwähnenswert (es sind einfach ganz simple Bungalows), aber der Gastgeber ist unglaublich nett und hilfsbereit und kann zudem richtig gut Englisch (das ist in Thailand echt ein Highlight! 😀 ). Er hat für uns wirklich alles organisiert (Roller- bzw. Fahrradverleih, die Fahrt zu den Delfinen -die wir dann problemlos kurzfristig stornieren konnten- , die Fahrt zur Fähre usw.), hat uns morgens zur Begrüßung Kokosnüsse geschenkt und hat uns mal in die „Stadt“ mitgenommen (wofür wir ihm dann 50 Baht als Dankeschön gegeben haben). Also wirklich so so so lieb und hilfsbereit!

 

12. – 18. September, Koh Phangan

Von Khanom (bzw. genauer gesagt Don Sak) sind wir mit der Fähre nach Koh Phangan gefahren, das hat ca. 2 1/2h gedauert. Innen drin hat es so stark nach Benzin gerochen, dass wir uns draußen hinsetzen mussten. Es war ziemlich windig, kalt und regnerisch, sodass wir uns warm anziehen mussten. Also packt eure lange Hose und Pulli griffbereit! 🙂

Am Pier hat schon unser Hotelshuttle gewartet, welches uns dann zur Unterkunft gefahren hat. Vor Ort haben wir dann die tolle Nachricht erhalten, dass wir ein Upgrade bekommen haben 🙂 Wir hatten eigentlich den günstigsten Bungalow gebucht und haben stattdessen ein Zimmer direkt am Meer bekommen. Vom Bett aus hatten wir einen traumhaften Ausblick direkt auf’s Wasser und wir hatten täglich ein Strandhandtuch-service usw. Für diesen Luxus hätten wir normalerweise das Doppelte bezahlen müssen 😀 Weil die Unterkunft (v.a. durch das Upgrade) ein Jackpot war und die Insel uns wirklich gut gefallen hat, haben wir beschlossen unseren Aufenthalt von 4 Tage auf 7 Tage zu verlängern und doch nicht mehr nach Koh Tao zu fahren. Manchmal muss man einfach ein bisschen Glück im Leben haben und dann sollte man diese Gelegenheit auch nutzen 🙂  Koh Tao heben wir uns für nächstes Mal Thailand auf 😉

Ausblick von unserem Zimmer 🙂 wir hätten quasi direkt ins Meer springen können 😀

 

Das Wetter

Obwohl eigentlich Regenzeit war und meine Wetterapp auch jeden Tag Regen vorhergesagt hat, hat es in der ganzen Zeit nur einmal geregnet. Das Wetter kann auf den Inseln aber echt in Sekunden umschlagen und auch in 2-3km komplett anders aussehen. Bei dem einen Strand schien es z.B. so, als würde gleich das mega Unwetter kommen, sodass wir schnell zusammengepackt haben und zu unserem Resort zurückgegangen sind, wo die Sonne wunderbar geschienen hat und man hat nichts von dem möglichen Unwetter sehen konnte.

Wir hatten also insgesamt wirklich mega Glück mit dem Wetter und konnten die Zeit an den verschiedenen Stränden genießen und alle unsere geplanten Aktivitäten durchführen 🙂  Wenn es vermehrt geregnet hätten, hätten wir uns Plan B überlegen müssen 😀 Was wir dann aber auf jeden Fall gemacht hätten, wäre eine Kochschule, wo man lernt wie man thailändisches Curry zubereitet 🙂

 

Aktivitäten auf Koh Phangan

 

Touren:

Was ihr auf Koh Phangan auf jeden Fall machen müsst, ist die Tour in den Angthong Marine National Park! Die Tour ist zwar recht teuer (2000 Baht) und im Gegensatz zu Chiang Mai verhandelt da auch keiner mehr, aber es lohnt sich wirklich! Nehmt die Tour mit dem langsameren Boot und nicht die, mit dem Speedboat, dann könnt ihr auf dem Sonnendeck chillen + sonnen und euch mit den anderen aus der Gruppe austauschen. Das war wirklich mega cool und so hat man auch viel mehr von der Bootsfahrt, dem Ausblick usw. und man kann in Ruhe Fotos machen, um alles festzuhalten!

Aber noch ein kurzer Hinweis: Falls ihr dazu tendiert, seekrank zu werden, dann bereitet euch dementsprechend vor und nehmt was dagegen mit. Ich hatte eigentlich noch nie wirklich Probleme damit, aber auf der Rückfahrt war so ein starker Wellengang, dass ich das erste Mal seekrank wurde.

Wir hatten eine so tolle Aussicht vom Boot

 

Bei der Tour ist Frühstück, Mittagessen, Nachmittagssnack und Trinken inklusive und v.a. auch wirklich ausreichend! Zwischendurch wurde auch immer wieder Wassermelone und Ananas angeboten, sodass man durchgehend versorgt war. Wenn man allein das und die Bootsfahrt in Euro umrechnen würde, dann hat man den Preis für die Tour schon fast wieder drin 😀

Bei der Tour geht man unter anderem auch Schnorcheln. Dabei muss ich aber sagen, dass ich das Schnorcheln in Australien besser fand. Versteht mich nicht falsch, es war trotzdem gut und meine Schwester war auch total begeistert, aber ich habe halt schon einmal eine farbenfrohere und spektakulärere Unterwasserwelt gesehen.

 

Bei der Tour fährt man u.a. auch zu dieser traumhaft schönen Insel ..
 und auf dieser Insel gibt es diesen Aussichtspunkt, den man hochwanden kann. Das sind etliche Höhenmeter und ich glaube ich habe noch nie so sehr in meinem Leben geschwitzt 😀 Aber der Aufstieg lohnt sich auf alle Fälle! Von oben hat man einen einmaligen Ausblich auf die 42 Archipels! 

 

Thong Sala:

Wenn ihr auf Koh Phangan seid, dann fahrt samstags mal in die Hauptstadt Thong Sala. An sich ist es keine schöne Stadt, die man sich unbedingt angucken müsste (deshalb plant dafür nicht unnötig viel Zeit ein), aber samstags gibt es da einen „Night Market“, der bereits um 16/17 Uhr beginnt und wirklich schön ist und für den es sich lohnt dorthin zu fahren!

 

Full Moon Party:

Koh Phangan ist ja sehr bekannt für die Full Moon / Half Moon Partys, die dort stattfinden. Wenn ihr gerne dorthin möchtet, dann recherchiert vorher, wann Vollmond/Halbmond ist, damit ihr das bei eurer Route einplanen könnt und die Party nicht verpasst. Ob die Partys gut sind und ob man unbedingt mal eine erlebt haben sollte, ist von Erzählung zu Erzählung unterschiedlich. Wir hatten im Vorfeld einige schlimme Stories gehört (Alkoholmissbrauch, Unfälle usw.), sodass wir persönlich lieber darauf verzichtet haben und den Schwerpunkt auf die verschiedenen Strände gelegt haben, aber das ist natürlich jedem selber überlassen 🙂 Wenn ihr hauptsächlich wegen der Party nach Koh Phangan wollt, dann bietet es sich natürlich an, sich dort eine Unterkunft zu suchen. Ansonsten bietet quasi jedes Resort einen Shuttle zu den Parties an, sodass ihr von überall aus dorthin könnt 🙂

 

Koh Ma:

Wenn ihr auf Koh Phangan seid, dann lauft mal rüber zu der Insel Koh Ma. Laufen? Ja, laufen 😀 Die beiden Inseln sind durch einen schmalen Sandstreifen miteinander verbunden, sodass man Koh Ma zu Fuß erreichen kann. Allein deshalb ist es schon ein Besuch wert 🙂

 

Yoga und Meditation

Auf Koh Phangan haben wir uns einmal in Yoga und Meditation probiert. In unserem Lieblingslokal (dazu später mehr) haben wir nämlich Backpacker kennengelernt, die uns den Tipp gegeben haben, wo man kostenlos Yoga und Meditationskurse mitmachen kann. Das haben wir uns natürlich nicht zwei Mal sagen lassen 😀 Allerdings habe ich gemerkt, dass Meditation nichts für mich ist, aber Yoga war wirklich ganz cool muss ich sagen 🙂

Diese kostenlosen Kurse werden übrigens bei „Samma Karuna“ angeboten (fast gegenüber von unserem Lieblingslokal)

 

 

Strände:

Ansonsten kann ich euch empfehlen so viele Strände wie möglich auf Koh Phangan zu besichtigen. Es gibt wirklich traumhaft Schöne, aber auch nicht so schöne Strände. Deshalb überlegt euch vorher gut, an welchem Strand oder in welcher Umgebung ihr eure Unterkunft bucht.

Unsere Unterkunft war am „Haad Yao“ Strand, welcher wirklich sehr schön ist (auch wenn er sich nicht so sehr zum schwimmen eignet, weil das Wasser so stark hineingezogen ist).

Zudem gab es in unmittelbarer Nähe z.B. noch:

-den Haad Salad Strand, welcher uns am allerbesten gefallen hat und unser absoluter Lieblingsstrand wurde

-den Chao Phao, welcher unsere Nr. 2 wurde

-den Secret Beach, an den wir auch sehr gerne gegangen sind (v.a. wegen der Sonnenuntergänge dort) . Es heißt, an dem wird in der 1. Bucht hinter den Felsen das Obenohne-Sonnen und in der  2. Bucht hinter den Felsen das Nacktsonnen toleriert, was ansonsten in ganz Thailand strengstens verboten ist. Ob das stimmt, weiß ich allerdings nicht 😀 Aber vielleicht seid ihr ja daran interessiert 😉

 

 

Haad Salad Strand .. vielleicht versteht ihr jetzt, warum es unser Lieblingsstrand war, es war einfach wie im Paradies 😀

 

Essen

Kommen wir zu einem ganz wichtigen Punkt: Essen 😀 Auf Koh Phangan gibt es viele verschiedene Straßenlokale, die von typisch thailändisch bis hin zu Burgern, Pizza und Co. alles anbieten. Wir haben anfangs ziemlich Viele ausprobiert bis wir dann unser Lieblingslokal gefunden haben und zwar das „Noenkhao“ (in der Nähe vom Chao Phao Strand). Von außen sieht es zwar ziemlich heruntergekommen aus (wie so viele Straßenlokale und Garküchen in Thailand), aber davon sollte man sich nicht beirren lassen. Das Essen war wirklich lecker, die Portionen normal bis größer als anderswo und die Preise waren zudem unschlagbar! Es war während unserer Zeit auch oft ziemlich gut besucht und hatte richtige Stammkunden (wie z.B. uns am Ende :D), die man da ständig wiedergetroffen hat.

Das war z.B. das Müsli dort, die Portion war also wirklich echt groß (für thailändische Verhältnisse) und hat nur 35 Baht gekostet, also nicht mal ganz 1€ 😀 und es war sehr lecker!

 

Was ich euch ansonsten noch empfehlen kann, wenn ihr mal etwas anderes ausprobieren wollt: das Buffet im Big Mountain. Jeder Tisch hat seinen eigenen „Grill“, auf dem man dann sein Fleisch, Gemüse etc. anbrät. Jedoch sollte man kein Vegetarier und erst recht kein Veganer sein, weil hauptsächlich Fisch und Fleisch angeboten wird und zudem nirgendwo aussteht, was was ist, sodass wir manchmal gar nicht wussten, was wir da gerade essen 😀 Einiges hat sich dann als lecker herausgestellt, anderes als ungenießbar (vor allem die Nachspeisen!) 😀  Das Buffet kostet nur 189 Baht, also ca. 5 €, sodass man das schon mal machen kann 😀 aber wie gesagt, das ist eher für die, die mal etwas Neues / Anderes ausprobieren möchten und nichts gegen Experimente haben 😀

Hierdrauf hat man also alles gegrillt bzw. in dem Wasser am Beckenrand gekocht

 

Wasserfälle

Was wir auf der Insel enttäuschend fanden, waren die Wasserfälle. Wir waren aus Chiang Mai (insbesondere durch den Doi Inthanon National Park) spektakuläre Wasserfälle gewöhnt und hatten solche oder zumindest vergleichbare auch auf Koh Phangan erwartet. Es lag wahrscheinlich daran, dass es (trotz eigentlicher Regenzeit) nicht geregnet hat und die Wasserfälle deshalb trocken lagen. Es waren jedes Mal nur so kleine Bächlein, die da durch die Felsen plätscherten. Vielleicht habt ihr mehr „Glück“ (wobei das trockene Wetter uns ehrlich gesagt gut gefallen hat und wir das gar nicht eintauschen wollten :D) und die Wasserfälle werden bei euch spektakulärer sein. Wenn ja, dann kann ich euch v.a. den Phaeng Wasserfall ans Herz legen, von dem habe ich sooo viel tolles gelesen als wir unsere Thailandroute geplant haben.

 

Fazit zu Koh Phangan:

Die Insel ist wirklich traumhaft schön, sodass diese ein absolutes Muss auf euerer Route sein sollte ebenso wie die Tour in den Angthong Marine National Park! Ob die anderen Inseln genauso schön oder noch schöner sind, kann ich natürlich nicht beurteilen, aber wir hatten eine unglaublich tolle Woche auf Koh Phangan, die ich im Nachhinein auch kein bisschen verändern würde.

Kleiner Hinweis: Koh Phangan ist super hügelig und die „Berge“ sind teilweise richtig steil! Stellt euch also schon mal drauf ein, dass es anstrengend wird, wenn ihr nicht mit Roller unterwegs seid 😀

Wir hatten die perfekte Kombination aus Sightseeing, am Strand faulenzen, Bewegung/Action/Unternehmungen und jeder Menge Essen 😀  Außerdem würde ich auf jeden Fall wieder in unser Resort gehen (auch ohne Upgrade!), weil es die perfekte Lage hat und das Personal unglaublich nett und zuvorkommend war. Egal was war, wir konnten uns an sie wenden und sie haben sich um alles gekümmert und alles so schnell wie möglich geregelt. Auch als meine Kreditkarte vom ATM geschluckt wurde, haben sie sich mit der Bank in Verbindung gesetzt usw. Ich kann euch das Resort also wirklich absolut empfehlen!

 

18. – 21. September, Bangkok

Am 18. September sind wir dann von Koh Phangan aus mit der Fähre nach Surat Thani zurückgefahren und wurden von da aus mit einem Shuttle weiter zu unserem Nachtzug gebracht. Wir hatten die gesamte Fahrt (Fähre, Shuttle und Nachtzug) in einem Gesamtpaket direkt bei unserem Resort gebucht, was sehr praktisch war. Zum Einen war es etwas günstiger als wenn wir alles einzelnd gebucht hätten (falls wir uns nicht verrechnet haben :D) und zum Anderen war so bereits alles für uns organisiert und aufeinander abgestimmt, sodass wir von einem Verkehrsmittel zum Nächsten gebracht wurden und wir uns um nichts mehr kümmern mussten.

Bei dem Nachtzug hatten wir dann leider richtig Pech. Erstmal hatte er eine Stunde Verspätung und was noch schlimmer war, innen drin hat richtig abartig gerochen. (Mein Fazit über die Nachtzüge und ob wir nochmal mit ihnen fahren würden etc. könnt ihr wie gesagt in meinem anderen Blogpost lesen)

Insgesamt sind wir dann mit 3 1/2 h Verspätung in Bangkok angekommen, sodass der Tag schon so gut wie gelaufen war.

 

Sightseeing

Die nächsten Tage haben wir in Bangkok mit Sightseeing verbracht. Z.B haben wir uns noch weitere Tempel angeguckt. Dazu muss ich jedoch sagen, dass sich die Tempel irgendwann rein optisch kaum unterscheiden und man sich (meiner Meinung nach) nicht unbedingt JEDEN angucken muss, 3-4 reichen eigentlich 🙂 

Außerdem waren wir abends in Chinatown, das ist ja quasi ein „Muss“ in Bangkok.

Und wir sind zu der Töpferinsel gefahren. Das war allerdings voll der Reinfall! Deshalb spart euch die Zeit und macht lieber etwas anderes!! Ihr verpasst absolut gar nichts!!

 

Kao San Road

Was dahingegen noch ein absolutes Muss ist, ist die Kao San Road bei Nacht! Das ist DIE Partymeile der Backpacker! Dort reiht sich eine Bar an die andere, es gibt 10000 Möglichkeiten sich massieren zu lassen und 10000000 Essensstände! Abends ist es echt richtig cool da, sodass man da unbedingt mal hin sollte!

Wir hatten uns unsere Unterkunft deshalb auch extra in der Nähe davon ausgesucht. Bucht keine Unterkunft direkt AUF der Kao San Road, weil ihr durch die Lautstärke sonst kein Auge zubekommt, aber eine Unterkunft direkt um die Ecke ist sehr empfehlenswert! 🙂 Wir waren z.B. in „Lamphu Guesthouse“, das ist nichts besonderes, aber wer keinen Wert auf Luxus legt, der wird zufrieden sein 🙂

 

Rooftop Bar

Am letzten Abend sind wir noch in eine Rooftop Bar gegangen. Da gibt es einige zur Auswahl, z.B. auch die aus dem Hangover Film („Sky Bar“). Wir haben uns allerdings für eine andere entschieden und zwar für die „Above Eleven“. Die Preise sind in den Rooftop Bars unnormal teuer (5€ oder so für einen Shot und über 10€ für einen Cocktail), aber man gönnt sich ja sonst nichts 😀 Außerdem gab es an dem Abend ein Special (keine Ahnung, ob das echt Glück war oder sie jeden Abend ein Special haben), bei dem es auf bestimmte Cocktails 50% gab, sodass wir uns sogar doch noch jeder 2 leisten konnten 😀

In der Gegend der Rooftop Bars schien es übrigens als seien wir in einer komplett anderen Stadt! Man konnte nichts von Armut oder ähnlichem spüren und es war viel sauberer usw.

Der Ausblick von der Rooftop Bar

 

Mein Endfazit zu Bangkok:

Unser 2. Aufenthalt in Bangkok war schon um einiges besser, deshalb meinte ich oben im Blogpost auch, dass es anfangs vielleicht einfach nur ein Schock war und wir uns deshalb „unwohl“ gefühlt haben. Bangkok wird trotzdem niemals meine Lieblingsstadt werden und bei meiner nächsten Thailandreise werde ich dort wieder nicht viel Zeit verbringen, weil man die woanders viel viel schöner investieren kann (meiner Meinung nach!).

 

Flug

Da ich auf meine Insta Story echt viele Nachrichten bekommen habe, mit welcher Airline wir geflogen sind, schreibe ich das hier auch nochmal auf.

Wir sind mit Swiss International Air geflogen und waren wirklich super zufrieden! Das Essen war das leckerste Essen, das ich bis jetzt je in einem Flugzeug hatte und die Portionen waren auch gut und zwischendurch kamen immer noch welche Stewardessen mit irgendwelchen Snacks an, sodass wir quasi rund um die Uhr gegessen haben 😀

Und was ich so noch nie erlebt habe: Morgens haben sie warme, feuchte „Waschlappen“ verteilt, sodass man sich das Gesicht „waschen“ konnte. Das war echt richtig angenehm!

 

Ich hoffe, ich konnte euch mit dem Blogpost weiterhelfen! Ich freue mich natürlich sehr über Feedback und Rückmeldungen 🙂

 

Eure Valentina

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