Marathon Hamburg 2017 -mein erster Marathon

Ich kann es noch kaum glauben, dass ich es wirklich durchgezogen habe! Schon lange hatte ich den Wunsch einmal in meinem Leben einen Marathon zu laufen und vor 8 Monaten habe ich dann den Entschluss gefasst, dass es in 2017 soweit sein soll. Seitdem habe ich ständig darüber geredet und jetzt ist es einfach schon genau eine Woche her. Um diese Uhrzeit befand ich mich ungefähr bei 31 km -kaum vorstellbar irgendwie 😀

Als ich mein Marathonvorhaben geplant habe, wurde mir geraten, den Haspa Marathon Hamburg zu laufen, weil das wohl die schönste Marathonstrecke überhaupt sein soll. Und ich kann bestätigen, die Strecke ist wirklich super schön und der Marathon war auch sehr gut organisiert was Essen, Toiletten, Umkleiden usw. angeht (ich hätte mir nur noch mehr Trinkstände bei den letzten 3-4km gewünscht :D)..  Also falls ihr mal einen Marathon laufen wollt, kann ich euch den in Hamburg wirklich empfehlen! 🙂

Persönliche Traumzeit getoppt

Bei meinem ersten Marathon hatte ich keine allzu hohen Erwartungen an meine Leistung bzw. Laufzeit. Für mich hieß es erstmal heil im Ziel ankommen und alles andere ist Nebensache. Ganz weit in meinem Hinterkopf hatte ich natürlich trotzdem eine bestimmte Zeit (3h 45min), die für mich persönlich meinen absoluten Traum bedeutet hätte. Aber ich hatte mir gesagt, falls ich diese nicht schaffe, werde ich auf keinen Fall enttäuscht sein. Enttäuscht wäre ich nur dann gewesen, wenn ich mich beim Lauf verletzt hätte und deshalb abbrechen müsste und meinen Traum vom Marathon nicht verwirklichen hätte können (was ja Gott sei Dank nicht passiert ist). Und jetzt habe ich sogar meine persönliche Traumzeit getoppt und bin den Marathon in 3h 42min gelaufen –ein unbeschreibliches Gefühl! Dazu kommt, dass mir die 42,2km leichter fielen als so mancher Longrun in meiner Vorbereitung und ich danach noch echt fit war und keinerlei Schmerzen oder ähnliches hatte. Ich hatte nämlich eigentlich damit gerechnet, dass ich völlig k.o. sein werde und den restlichen Tag nur noch schlafen werde 😀

 

 

 

 

 

 

 

 

Carbloading

Kohlenhydrate stellen bei mir ja eh schon einen Großteil meiner normalen Ernährung dar (ca 50%), aber an dem Tag vor dem Marathon heißt es dann nochmal mehr Kohlenhydrate essen, um seine Speicher perfekt aufzufüllen. Ich habe dabei auf Nudeln zurückgegriffen -das ist die bekannteste Art von Carbloading vor dem Marathon, aber man kann genauso gut mit Pizza und co. seine Kohlenhydratspeicher füllen. Man sollte nur darauf achten, dass es nicht so fettig ist (auch wichtig bei den Nudelsoßen!).

Morgens habe ich Brötchen mit Aufschnitt gegessen, mittags bei der Pasta Party Spaghetti Bolognese (die Pasta Party konnte man für 6€ bei der Anmeldung dazu buchen) und abends nochmal Nudeln mit Bärlauch und Tomaten. Ich esse ja sonst eigentlich kaum Pasta (bin eher der Reis und Kartoffel Typ :D), aber ich wollte bei meinem ersten Marathon alles nach Plan machen, damit ich auch bloß nichts falsch mache.

Deshalb habe ich mir für das Frühstück vor dem Lauf auch meinen Protein Reiskuchen und 2 etwas kleinere Bananen von zu Hause mitgebracht, weil ich wusste, dass mir das nicht schwer im Magen liegt und ich beim Laufen keine Probleme bekomme.

..Ich weiß, das ist absolut kein schönes Essensbild, aber ich möchte euch so gut wie möglich einen Einblick geben wie ich mich auf den Marathon vorbereitet habe 🙂

Protein Reiskuchen (100g Reis Trockengewicht, 1 Ei, 20g Haferkleie, 100g Magerquark, 15g Proteinpulver) und 2 etwas kleinere Bananen.. das habe ich 2 1/2h vor dem Marathon gegessen und es war für mich wirklich die perfekte Grundlage und ich würde es genauso wieder machen!

Dazu gab es natürlich noch 3 Tassen Kaffee ;D

 

 

Wetter und Kleidung

Wir hatten echt Pech mit dem Wetter! Von Regen, Hagel bis Sonnenschein war alles dabei, sodass man sich ständig an die neuen Wetterbedingungen anpassen musste, was den Lauf nicht wirklich erleichtert hat!

Ich persönlich mag es lieber etwas zu warm beim Laufen als zu kalt, deshalb hatte ich 3 Schichten an (enges Top, leicht gefüttertes Langarmshirt mit Kapuze, Wind und Wetter Jacke) und einen Laufschal. Das war für das Wetter wirklich optimal! Als die Sonne geschienen hat, konnte ich die Jacke etwas aufmachen und wenn es kälter war bzw. geregnet oder gehagelt hat, konnte ich die Kapuze aufsetzen (sieht nicht schön aus, aber das ist einem so egal :D). Ich kann also wirklich jedem empfehlen mindestens ein Oberteil mit Kapuze zu tragen!

 

Mein Hotel

Weil der Marathon recht früh morgens begonnen hat, musste ich schon um 6 Uhr aufstehen -also verdammt früh für mich 😀 Ich war im Mercure Hotel Hamburg City  und hatte eine eigene Kaffeemaschine auf meinem Hotelzimmer, was mich echt gerettet hat. Das Frühstücksbuffet hätte zwar zu dieser Zeit schon aufgehabt, aber ich war wirklich froh, alleine in meinem Hotelzimmer sein zu können. Ich war nämlich wirklich nervös und konnte so meine Gedanken sammeln und etwas zu Ruhe kommen. (Am nächsten Tag hab ich das mega geile Frühstücksbuffet dafür umso mehr genossen! Ich habe es euch ja bei Snapchat und Insta Stories gezeigt, es war wirklich der Hammer!)

Nach dem Lauf habe ich abends dann noch die Hotelsauna ausprobiert und mich da richtig gut entspannen können. Das tat wirklich gut und war vielleicht auch der Grund, dass ich keinen Muskelkater oder sonst irgendwelche Schmerzen vom Lauf hatte. So einen Saunagang nach dem Marathon kann ich euch also auf jeden Fall ans Herz legen, generell das gesamte Hotel 🙂

 

Die Kaffeemaschine war für mich als Kaffeesuchti echt die Lebensrettung 🙂

 

 

Und um 7 Uhr ging es dann auch schon los zum Bus..

 

Ein kleiner Einblick vom Hotelfrühstück 🙂 Das war Gang 1 von 3 oder so 🙂 und zum Nachtisch gab es dann noch frisch gebackene Waffeln mit Vanillesoße und Nuss-Nougat Creme -das Buffet war wirklich so vielfältig und lecker!

 

 

 

 

 

Der Lauf, die Teilnehmer und die Zuschauer

Dann komm ich jetzt mal zu dem Lauf: der war wirklich unglaublich toll und abwechslungsreich! Ich fand es noch nicht einmal schlimm, dass ich meinen iPod vergessen hatte. Die Gedanken strömen einem nur so durch den Kopf und man wird so gut abgelenkt von der Umgebung, den anderen Teilnehmern und den Zuschauern, sodass die Zeit „schnell“ vergeht.

Und hiermit möchte ich mich auch nochmal ganz doll bei den Zuschauern bedanken, die trotz des schlechten Wetters da waren und so toll angefeuert haben! Und auch die kleinen Kinder, die ihre Arme ausgestreckt haben, damit man beim vorbeilaufen einklatscht und sich dann so darüber gefreut haben (und ich mich ehrlich gesagt auch :D). Es war wirklich ein riesen Unterschied wie viel leichter einem der Lauf fiel, wenn Zuschauer am Rand standen und Stimmung gemacht haben! Auch wenn sie einen nicht kannten, haben sie einem zugejubelt und einen teilweise sogar mit Namen angefeuert (der steht auf der Startnummer), da ist mir wirklich das Herz aufgegangen und hat mir jedes Mal ein Lächeln ins Gesicht gezaubert, egal wie anstrengend es gerade war. VIELEN DANK!

Und ich möchte noch meinen größten Respekt an den Blinden aussprechen, der mit seinem Blindenführer den Marathon durchgezogen hat und eine längere Zeit mit mir auf einer Höhe gelaufen ist! Das war der Wahnsinn!

 

Fazit

Mein gesamtes Wochenende in Hamburg war unglaublich und alles hat einfach gestimmt. Der Lauf, das Hotel, das Essen, die Leute, die Stimmung, das Feeling -wirklich alles! (ok, außer das Wetter, aber das gehört zum Laufsport einfach dazu)

An alle Laufbegeisterten: Probiert es aus! Es muss ja nicht unbedingt ein Marathon sein, es gibt ja auch einen Halbmarathon oder 10km-Läufe 🙂 Das Gefühl währenddessen und danach ist einfach unbeschreiblich und sollte man mal erlebt haben!

Ich kann mir gut vorstellen, dass ich nochmal irgendwann einen Marathon laufen werde, aber was ich sicher weiß ist, dass ich in Zukunft öfters bei solchen offiziellen Läufen mitmachen werde! Also falls ihr Interesse habt, dann schreibt mir auf jeden Fall und wenn es zeitlich passt, dann gehen wir zusammen an den Start!

Das aller Erste was ich im Ziel gemacht habe: Zeit gestoppt und Handy rausgeholt, um zu snappen 😀 Mir ging es echt erstaunlich gut 🙂

Bis zum nächsten Mal Hamburg -ich freu mich!

Comments

  1. Hallo Valentina:) erstmal möchte ich sagen, dass ich es richtig toll finde, dass du jetzt einen Blog hast! Danke für den Blogpost, ist richtig gut geschrieben und man bekommt einen guten Einblick über dein Marathontag Mach weiter so
    PS: ich fände es total interessant, wenn du auch ein Post zu deinem Training für den Marathon schreiben könntest ☺️
    Liebe Grüße
    Melanie

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